Rei = Respekt, Geist, Seele

 
 
Rei
 

In sämtlichen Kampfkünsten, die unter dem Budo Oberbegriff zusammengefasst werden, ist der  Rei Begriff bekannt. Rei stellt eines der wichtigsten Verhalten innerhalb und letztendlich auch außerhalb jeden Dojos, im „normalen“ Leben dar. Der Begriff Rei wird meist mit Gruß übersetzt und hat seinen Ursprung einmal im Wort Kei-Rei (Gruß, Verbeugung) und stammt zum anderen von Rei-Gi (Höflichkeit, Verhalten) ab.
Der Gruß selber besteht immer aus einer Verbeugung und wird meist noch von einem Grußwort begleitet, welches je nach Karate Stil verschieden ist. Im Shotokan Stil ist dieses Wort „Oss“ . Rei wird in den verschiedensten Situationen, z.B. beim Betreten oder Verlassen des Dojo, bei jedem Begrüßen vor bzw. nach dem Training, beim Partnertraining oder einfach als Antwort angewendet.
Rei drückt gegenseitiges Vertrauen, guten Willen, Verständnis und Achtung des Übungspartners, sowie Respekt sich und dem Gegenüber sowie Lernbereitschaft aus. Es zeigt beim Betreten des Dojo, dass der Schüler u.a. bereit ist, sich weiter zu entwickeln. Es zeigt aber auch, dass der jeweilige Schüler die Kampfkunst mit allem was dazu gehört so akzeptiert wie sie ist, und wirkt damit in positiver Weise auf das Miteinander ein. Leider ist zu beobachten, dass in der heutigen Zeit Rei immer öfter sehr nachlässig angewendet wird oder in zunehmenden Fällen sogar ganz verschwunden ist. Dieses kann man z.B. während eines sportlich organisierten Karate Turniers sehen. Einige der Teilnehmer „verbeugen“ sich lediglich noch mit einem Kopfnicken. Im Dojo sollte durch Rei eine respektvolle Haltung sich und anderen gegenüber trainiert und damit das Verhalten außerhalb des Dojo, also im „richtigen“ Leben, positiv beeinflusst werden. Sensei Gichin Funakoshi betonte dieses immer auf ’s Neue:
 
 

„Ohne Höflichkeit geht der Wert des Karate-Do verloren.“